Letzter Einsatz: [Do. 21.09.2017 03:08 Uhr]                 Alarmeinsatz - Deuz - BMA

Chronik des Löschzuges Deuz

Laut Zeitungsarchiven gibt es Nachweise für organisiertes Feuerlöschwesen in Deuz um 1901. Dieses waren aber damals Pflichtfeuerwehren, die für den Brandschutz in den Gemeinden und Städten Sorge tragen mussten.
Es folgt nun die komplette Protokollaufschreibung des damaligen Schrift- und Kassenführers Heinrich Jost aus dem Jahresbericht des Gründungsjahres 1929:

Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr!

Am Samstag, den 2. Februar 1929 versammelte sich ein großer Teil der hiesigen Bürgerschaft in der Schule, zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr. Gemeindevorsteher Schöler, der die Notwendigkeit einer freiwilligen Feuerwehr erblickt hatte, eröffnete die Versammlung und dankte allen Erschienenen. Nach einigen kurzen Erörterungen übergab Schöler dem Herrn Bürgermeister Vomfeld das Wort, welcher sich eingehend über das Thema, Zweck und Ziel einer freiwilligen Feuerwehr aussprach. Allgemeinen Beifall zollte man den Herrn Bürgermeister Vomfeld und man befasste sich ernstlich mit dem Gedanken, die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr vorzunehmen. Nachdem nun die Statuten vorgelesen und durchgesprochen waren gründete man die freiwillige Feuerwehr Deuz mit der Aufzeichnung von 38 Mitglieder mit folgenden Namen:  (nachrichtlich: heute verstorben) 

Wilhelm Otto, Albert Fick, Ernst Dietermann,
Emil Dietermann, Eugen Krugmann, Paul Kneppe,
Wilhelm Brück, Ewald Stöcker, Heinrich Stöcker,
Wilhelm Hänchen , Franz Menger, Adam Pfingst, Alfred Dietermann,
Heinrich Jost, Ernst Braun, Gustav Nöh, Siegfried Kraus,
Hermann Kraus, Adolf Neef, Ewald Müller, Richard Stötzel,
Wilhelm Schneider, Ewald Stötzel, Heinrich Hinkel,
Ernst Krumm, Wilhelm Klein, Bernhard Schneider,
Rudolf Dietermann, Ernst Heide, Paul Klein,
Ferdinand Klappert, Wilhelm Siebel, Ernst Hoffmann,
Gustav Müller, Bernhard Vitt,Karl Klein
Rudolf Schmidt und Franz Stötzel  *

(* Franz Stötzel konnte aufgrund eines schweren Arbeitsunfalls nicht pers. anwesend sein.)

Danach schritt man zur Wahl des Vorstandes. Es wurden gewählt:

Heinrich Hinkel: Brandmeister Albert Fick:Stellvertretender Brandmeister Heinrich Jost:Schrift- und Kassenführer Wilhelm Hänchen:Steigmannschaftsführer Alfred Dietermann:Beisitzer Ernst Hoffmann:Spritzenmannschaftsführer Wilhelm Klein:Beisitzer Wilhelm Schneider:Ordnungsmannschaftsführer Paul Klein:Beisitzer

Dem Vorstand den man einstimmig wählte, wurde zur Aufgabe gemacht, sämtliche Vorarbeiten bis zum kommenden Frühjahr zu erledigen. Die Versammlung wurde dann mit einem kräftigen „Gut Schlauch geschlossen.

Nachdem nun diese Vorarbeiten erledigt waren, konnte im Gründungsjahr bereits mit der Ausbildung der Männer begonnen werden. Heinrich Hinkel verstand es, mit Energie und viel Aufopferung die Wehr sicher und gut zu führen. Die Löschmeister Wilhelm Hänchen, Paul Klein, Ernst Hoffmann und Wilhelm Schneider standen ihm dabei tatkräftig zur Seite. Sehr bald konnte die Gemeinde Deuz die beruhigende Feststellung machen: Hier im Ort stehen Männer bereit, sich in beispielloser Pflichterfüllung für das Gut und Leben des Nächsten einzusetzen.


Die Begeisterung der Wehrmänner und die intensive Ausbildung bewirkten einen raschen Aufschwung und so konnte die Wehr Deuz auch nach außen durch ihr exaktes Auftreten immer wieder ihr Können unter Beweis stellen.

Die Eingliederung der Feuerwehren in die Polizei als Feuerlöschpolizei brachte neue Vorschriften mit sich, welche aber schon bei der durch Glatteis beeinträchtigten Schlussübung im Jahr 1936 mit viel Fleiß und Können gezeigt werden konnten. Für Amtswehrführer Isenhard gab es kein Grund zur Kritik.

Nachdem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Wehr durch die Einberufung vieler Männer geschwächt und sehr an der Ausübung des Dienstes gehindert. Mancher musste den blauen Rock der Feuerwehr mit dem grauen der Wehrmacht tauschen und sich für den Kampf um Volk und Heimat zur Verfügung stellen. Zeitungsberichten ist zu entnehmen, dass US-Einheiten in der Nacht zum Ostersonntag 1945 den Kampf um Deuz gewannen. Viele Kameraden gaben ihr Leben dahin. Andere wiederum gelten bis heute als vermisst, so dass auf den restlichen Kameraden der Wehr, ganz besonders bei der Brandbekämpfung nach den schweren Bombenangriffen, die Hauptlast lag.

Obwohl niemand mehr in geschlossener Formation auftreten wollte, ertönte am 11. Januar 1947 die Alarmsirene und jeder half bei der Brandbekämpfung des Hauses Hänchen mit. Nun war man sich einig, wie wichtig die Notwendigkeit einer intakten Wehr ist. Nach einer Einberufung nahmen wir mit 25 Wehrmännern unter Führung des altbewährten Brandmeisters Heinrich Hinkel den Dienst wieder auf.

Die erste Feuerprobe sollte auch nicht lang auf sich warten lassen. Im Spätsommer 1947 um 6.10 morgens heulte die Feuersirene. Wir wurden zur Brandstelle Sägewerk Büdenbender, Hainchen gerufen. In nur 12 Min. war die Wehr vor Ort und ca. 8 Min später ertönte es „1. Rohr Wasser marsch nachdem ca. 300 Meter B-Schlauch gelegt waren. Später waren 7 C-Rohre im Einsatz. Unter Mitwirkung der Feuerwehren Hainchen und Werthenbach konnte das Feuer mittags um 13.00 Uhr endlich gebannt werden.



Sehr viel Arbeit erwartete uns. Das Gerätehaus war dem Verfall nahe. Im Herbst 1948 wurde mit dem Umbau des rechten Klassenzimmers der alten Schule begonnen. Hier sollte das Gerätehaus neu erstehen. Nachdem alle Kameraden tatkräftig mit Hacke und Schaufel mitgewirkt hatten, konnten wir am 6. November 1948 unsere Geräte in diesem neuen Haus unterbringen.



Am 06.08.1949 forderte die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück unsere Wehr zum Einsatz beim Waldbrand Ludwigseck an.

Im November 1950 trat unser Brandmeister Heinrich Hinkel infolge Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand. Der stellvertretende Gemeindebrandmeister Otto Nöh rückte nunmehr an diese Stelle. Kamerad Lorenz Wagener wurde zum Stellvertreter ernannt.

Am 7. März 1953 erfolgte in einer schlichten Feierstunde die Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF 15-Assor). Gleichzeitig wurde uns durch Bürgermeister Klein im Auftrag der Firma Walzen Irle GmbH den von ihr gestifteten TS 8 – Anhänger übergeben. Dieser Tag war wohl einer der freudenreichsten in der Wehr.



Der Wagen wurde in der Garage der Firma Irle Werk I untergebracht. Lange Jahre durfte die Wehr von der freundlichen Unterstützung der Firma Walzen Irle GmbH gebrauch machen; denn wo sonst hätte dieser Wagen so schnell untergebracht werden können. Dafür gebührt der Firma herzlichen Dank.

Am 6. November 1954 beging die Wehr ihr 25-jähriges Bestehen.

Im Jahre 1959, wohl eines der trockensten Jahre (man spricht seit 40 Jahren) gab es für unsere Wehr sehr viel zu tun. Unser Tanklöschfahrzeug wurde für mehrere Wochen zur Trinkwasserversorgung für die Ortschaften Grissenbach, Lahnhof und Feuersbach eingesetzt. Außerdem gab es infolge dieser Trockenheit Waldbrände am laufenden Band.


Da unser Gemeindebrandmeister Otto Nöh zum Amtsbrandmeister avancierte, stellte sich die „Nachfolger-Frage. Auf Vorschlag des neuen Amtsbrandmeisters wurde einstimmig von der Wehr der bisher als Stellvertreter tätige Lorenz Wagener und dessen Stellvertreter der Kamerad Gerhard Hoffmann, am 21. August 1960 gewählt.

Am 11. November 1962 erhielten wir ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug - TSF (T).

Am 30. Juni 1965 konnten wir in das neue Gerätehaus einziehen; ein Meilenstein in unser Feuerwehrgeschichte. Endlich hatte die Wehr nun mitten im Ortskern ihr eigenes Heim im sog. „Kreml, welches Gebäude sogleich als Gemeindehaus mit Verwaltungskomplex neu erbaut worden war. Gleichzeitig wurde ein VLF auf Unimog-S-Fahrgestell nach Deuz stationiert. Durch dieses sehr geländegängige Fahrzeug erhöhte sich die Schlagkraft der Deuzer erheblich.

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Da Kamerad Lorenz Wagener zum Führer der 22. Bereitschaft (Katastrophenschutz) gewählt wurde, bat er um seinen Abschied als Gemeindebrandmeister. Als Nachfolger wurde am 16. Dezember 1965 Gerhard Hoffmann und als Stellvertreter der Kamerad Günter Honig gewählt.

Am 8. Januar 1966 wurde uns in einer schlichten Feierstunde ein weiteres Fahrzeug und zwar ein LF 8 TS übergeben. Ein Jahr später, am 20. Februar 1967 erhielten wir ein weiteres Fahrzeug und zwar ein GW-Öl. Hierfür gaben wir das Fahrzeug TSF (T) an die Grissenbacher Wehr ab. Unser Aufgabengebiet wurde immer größer.

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1968 beteiligte sich die Deuzer Wehr am „Häuserabbrennen der Dörfer Obernau und Nauholz. Diese mussten dem Talsperren-Neubau weichen.

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1969 wurde die kommunale Neugliederung im Land Nordrhein-Westfalen vollzogen, d. h. die einzelnen Ortsverwaltungen wurden aufgelöst und durch eine zentrale Gemeindeverwaltung ersetzt und gesteuert. Im hiesigen Feuerwehrwesen fielen die Bezeichnungen Orts- und Amtsbrandmeister weg. Jede Ortsfeuerwehr hat ihren Löschzugführer und der Gemeindebrandmeister (derzeit HBM Otto Nöh aus den Reihen unseres Löschzuges) oder auch Wehrführer genannt, ist einem anderen Führungsrahmen als früher zu sehen; er ist in Zusammenarbeit mit der Kommune für den Brandschutz aller Ortsteile verantwortlich.

Am 31. Mai und 1. Juni 1969 konnten wir im großen Rahmen mit den hiesigen Ortsvereinen unser 40-jähriges Bestehen feiern. Am Sonntag fand einer Wettstreit für Fanfaren- und Spielmannszüge statt.

Ein lang gehegter Wunsch um eine Fahne ging 1970 in Erfüllung. Die Fahnenweihe fand im festlichen Rahmen am 30. Mai 1970 durch unseren Kreisbrandmeister Dittmann statt. Am 20. und 21. Juni 1970 nahmen wir mit der neuen Fahne am Bundesfeuerwehrtag in Münster teil. Es war für alle Teilnehmer ein großes Erlebnis.

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Das Jahr 1971 war ein trockenes Jahr und brachte uns insgesamt 22 Einsätze; davon 6 Waldbrände, 4 Wohnhausbrände, 2 Fabrikbrände und 10 Öleinsätze. Bei dem spektakulärem Wohn- und Geschäftshausbrand Ley in Helgersdorf am 30.12.71 war ein Feuerwerkskörper, der durch einen Kunden im Laden gezündelt wurde, die Brandursache.

Am 12. Dezember 1974 erhielten wir ein neues LF 8-TS (Opel-Blitz). Unser altes Fahrzeug kam nach Unglinghausen. Das Fahrzeug GW-Öl mussten wir aus Raummangel an den Löschzug Grissenbach abgeben.

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Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Deuzer Wehr war die Übergabe des neuen TLF 16 Magirus am 28. April 1975. Mit großem Bahnhof wurde das Fahrzeug am Ortseingang Deuz empfangen und mit Marschmusik des Deuzer Spielmannszuges zum Gerätehaus gebracht.

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Mit Wehmut mussten wir von unserem alten TLF 15 auch „Assor genannt, Abschied nehmen. Die neue Heimat für dieses TLF 15 wurde Ellringhausen im Sauerland. Nachforschungen zufolge hat das Fahrzeug noch ca. 10 Jahre guten Dienst erbracht, bis es dann von einem Liebhaber nach Wesel bei Bremen geholt wurde.

Bei der immer weiter fortschreitenden Modernisierung unseres Löschzuges mussten wir auch an Nachwuchskräfte für die Reihen der aktiven Feuerwehr denken. Es wurden immer öfters Stimmen laut, doch eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Am 1. März 1978 war es dann soweit. Kamerad Hans Steuber hatte, nach dem „Rühren der Werbetrommel, 9 junge Männer um sich versammelt, deren Alter zwischen 14 und 17 Jahren lag. Die Ausbildung dieser jungen Kameraden ging zügig voran und so konnten sie erstmals bei der Herbstübung am 21. Oktober 1978 ihr Können unter Beweis stellen.

- Bild einfügen - (Gründungsschreiben von Lz.-Führer Hoffmann- manuell)

Die Einrichtung einer Jugendgruppe war für unseren Löschzug eine willkommene Bereicherung. Durch die frühe Ausbildung der Jugend ist die Zukunft der Deuzer Wehr gesichert.

Im Jahre 1979 konnte der Löschzug Deuz auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Vom 24.08. bis 27.08.1979 wurde dieses Jubiläum in einem großen, festlichen Rahmen gefeiert. Als Jubiläumsgeschenk wurde uns ein neues LF 8 schwer (Magirus) übergeben. Das alte LF 8 leicht wurde an den Löschzug Herzhausen weitergegeben.

Zum Ende des Jahres 1979 bat unser Löschzugführer Kamerad Gerhard Hoffmann um seinen Abschied aus dem aktiven Dienst. Zu seinem Nachfolger wurde am 19.01.1980 Kamerad Hans Steuber gewählt. Am 13.08.1980 wurde Kamerad Gerhard Hoffmann offiziell verabschiedet und zum Ehrenoberbrandmeister des Löschzuges ernannt.

Die Fahrzeuge wurden größer und moderner, das Gerätehaus entsprach nicht mehr den neuerlichen Ansprüchen. Der Ruf nach einem neuen Gerätehaus wurde laut. Durch einen glücklichen Umstand wurde unser Wunsch schon bald Wirklichkeit. Nachdem am 26.03. 1983 Richtfest gefeiert wurde, konnten wir am 21.09.1984 (offizielle Einweihung) in ein neues, geräumiges und den neuerlichen Ansprüchen entsprechendes Gerätehaus hinter der Albert-Irle-Str., nahe dem wahrhaften Deuzer Ortskern einziehen. Denn dort mündet der Fluß Werthe in die Sieg ein, es heißt beide Flüsse „duzzen oder „deuzen sich, dadurch ist der Ortsname DEUZ, der öfters mit Köln-Deutz verwechselt wird, entstanden.

Am 31. Juli 1985 wurde ein Fahrzeug des Katastrophenschutzes, ein HRW (Hilfsrüstwagen) auf Unimog übergeben, jedoch kurze Zeit (9 Monate) später wegen altersbedingter, technischer Mängel wieder ausgemustert.

Unser Ehrengemeindebrandmeister Otto Nöh wurde am 09.06.1986 für über 4 Jahrzehnte Feuerwehrdienst von Landrat Walter Nienhagen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Ein Meilenstein unserer Feuerwehrgeschichte war am 20.10.1987 um 17.00 Uhr die Übergabe eines Rüstwagens (RW 1) durch Oberkreisdirektor Forster an unseren Löschzug. Dieses Fahrzeug wurde durch Bundesmittel beschafft und bleibt als Dauerleihgabe Eigentum des Bundes. Der RW 1 auf MAN-Fahrgestell mit eingebauter Seilwinde ist ein ideales Fahrzeug zur technischen Hilfeleistung; bei Verkehrsunfällen dient hydraulisches Rettungsgerät (Schere + Spreitzer) zur Menschenrettung.

1987 begann am 14.03. mit einem Brandeinsatz am Hof Ebermann/Salchendorf und endete am 16.12. mit einem Großbrand bei Fa. König in Netphen. Neben zahlreichen Kleinbränden und Öleinsätzen war auch am 02.08. ein schwerer Verkehrsunfall im Geiersgrund zu vermelden, wo nur noch 3 Menschen tod aus ihren Fahrzeugen mit Rettungsschere (RW 1) geborgen werden konnten.

Am 09.12.1988 feierte unsere Jugendfeuerwehr im engsten Kreis Ihr 10 jähriges Bestehen.

Eine weitere Dauerleihgabe des Bundes, einem LF 16-TS wurde am 13.01.1989 in den Dienst des Löschzuges gestellt. Der Löschzug ist mit dem Erhalt dieses Löschgruppen-Fahrzeuges (9 Personen) mit eingebauter Vorbaupumpe (FP 16/8), einer Tragkraftspritze 8/8, über 800 m Schlauchmaterial und sonst. feuerwehrtechnischer Beladung optimal ausgerüstet. Das Fahrzeug der Marke IVECO ist für Katastrophenschutzaufgaben angeschafft worden und dient nun kommunaler Feuerwehrzwecke.

Das Jubiläum „60 Jahre Löschzug Deuz wurde vom 25.-27.08.1989 im Festzelt am Freibad gefeiert. (Kurzer Programmausschnitt: Fr. Totenehrung, Festkommers und Großer Zapfenstreich, am Sa. Gemeindegroßübung mit anschl. Bunten Abend und am So. Fahrzeugschau und großer Festzug, etc.) Am Sa., 26.08.89 überreichte Schirmherr Dr. v. Gumpert zu unser aller Überraschung als Geschenk einen tragbaren Gefahrengutcomputer. Dieses Fest war von Planung bis Durchführung großartig und wird manchem Besucher noch heute in Erinnerung sein. Den Organisatoren; allen voran die Lz-Führung, sowie die Kameraden Gerhard Hoffmann und Otto Nöh sei nochmals Dank ausgesprochen.


Am 25.01.1992 wurde der stellv. Löschzugführer Obm Günter Honig in die Alters- und Ehrenabteilung des Löschzuges übernommen. Für 42 Jahre treuen Dienst, davon ca. 25 Jahre als stellv. Löschzugführer und ca. 30 Jahre als Kassenwart des Löschzuges gebührt dem Kameraden Günter Honig große Anerkennung. Kamerad Fredi Hänchen wurde vom Gemeindebrandmeister Horst Kühn zum neuen stellvertretenden Löschzugführer ernannt. (Kamerad Mike Bittner wurde zum neuen Kassierer gewählt.)

Bei der Jahreshauptversammlung am 28.01.1995 bat unser Löschzugführer Kamerad Hbm Hans Steuber aus gesundheitlichen Gründen um einen Nachfolger. Ab dem 01.04.1995 steht Kamerad Obm Thomas Eißele der Deuzer Wehr als Löschzugführer vor.

Am 15. November 1997 wurde das LF 16-TS aufgrund Änderungen des Brandschutz-konzeptes seitens der Netpher Wehrführung nach Dreis-Tiefenbach abgezogen. Im Vorfeld sorgte diese Fahrzeugverlegung für viel öffentlichen „Zündstoff zwischen unserem Löschzug und dem Gemeindebrandmeister Horst Kühn. Es kam sogar soweit, das die gesamte Wehr für einige Tage abgemeldet (Do. 06.11.97) wurde. Erst nach Schlichtung des Kreisbrandmeisters Setzer und Kreisdirektor Schwarz konnte dieser Streit beendet werden. Als am 25.11.1997 mittags Sirenenalarm ertönte, wurde man zum Zimmerbrand nach Grissenbach gerufen. Innerhalb von 4 Minuten waren TLF 16 und LF 8 mit 15 Mann an der Einsatzstelle. Ein Kabelbrand auf dem Dachboden des Wohnhauses konnte schnell gelöscht und somit ein Dachstuhlbrand verhindert werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde der Bevölkerung bewusst, das die Zuverlässigkeit einer solchen Feuerwehr-Truppe der eigenen Sicherheit dient und man konnte wieder beruhigt schlafen.

Am 27.02.1998 kam der neue LF 8/6 in das Deuzer Gerätehaus. Am 11.03.98 fand die offizielle Übergabe dieses Fahrzeuges statt. Wehrführer Horst Kühn, Gemeindedirektor Ulf Stötzel und Bürgermeister Rüdiger Bartsch gratulierten unserem Löschzug. Im Anschluß trafen sich zahlreiche Gäste zu einem kleinen Imbiss im Gerätehaus. Der alte LF 8-Magirus mußte aus finanziellen Gründen an einen Händler in Moers abgegeben werden. Neuer Standort wird das Erzgebirge sein.

Im August 1998 wurde das 20 jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr in großen Rahmen begangen. Am 22. und 23.08. fand am Gerätehaus ein Tag der offenen Tür und am 04.09.98 eine Jugenddisco im Deuzer Bahnhof statt.

Am 10.10.98 wurden im feierlichen Rahmen der Herbstübung die beiden Kameraden Hbm Hans Steuber und Obm Friedhelm Hellmann offiziell in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen. Diesen beiden Kameraden sei an dieser Stelle für den uneigennützlichen Dienst am Nächsten gedankt. Hans Steuber stand der Wehr mehr als 14 Jahre als Löschzugführer vor. Er war von 1985- 1993 stellv. Gemeindebrandmeister. Friedhelm Hellmann war u. a. Kreisausbilder in Sachen Atemschutz und war 25 Jahre lang (1969-1994) Schriftführer des Löschzuges.

Im Februar 1999 feierte unser Löschzug intern im „kleinen Kreise sein 70 jähriges Bestehen.

Am 24.03.99 fand die offizielle Fahrzeugübergabe des neuen Mannschafts-transportfahrzeuges (MTF), Herstellter: Peugeot (franz.), statt. Diese Anschaffung dient den Löschzugen Hainchen, Irmgarteichen, Nenkersdorf, Grissenbach und Deuz in gleicher Weise, lediglich der Standort ist in Deuz.

Im Herbst 1999 wurde der bundeseigene Rüstwagen 1 als Eigentum in den Fuhrpark der Gemeinde Netphen übernommen. Somit war der Verbleib im Deuzer Gerätehaus gesichert.

Vom Nov. 1999 bis März 2000 wurden folgende Tätigkeiten der Kameraden in Eigenleistung erbracht:
1.Renovierung / Anstrich gebrauchter Spinde in Wagenhalle und Jugendraum
2.Bau eines Lüfters; für Einsatz in verqualmten Räumen
3.Neuanstrich des kleinen Schulungsraumes und des Treppenhauses in Verbindung mit den Kameraden des DRK-Zuges Deuz.


Ab dem 01.01.2000 ist die Stadtwerdung der ehem. Gemeinde Netphen vollzogen. Organisatorische Auswirkungen auf die 10 freiwilligen Ortsfeuerwehren der neuen Stadt gab es nicht. Es fanden 2 Tests der Bezirksregierung Arnsberg, getarnt als Industrie- u. Wohnhausbrand statt. Dabei konnte unsere Wehr mit Schlagkraft und vor allem Einsatzschnelligkeit glänzen. Dieses Engagement wurde vom Bezirksbrandmeister des Reg.-Bezirks Arnsberg Hartmut Ziebs lobend anerkannt.

Zum neuen stellvertretenden Löschzugführer wurde am 29.01.2000 Kamerad Ubm Bernd Jost vom stellv. Gbm. J Schroer ernannt. Obm Fredi Hänchen wechselte aufgrund Erreichung der Altersgrenze in die Ehrenabteilung des Löschzuges. Für ca. 42 Jahre treue Pflichterfüllung sei dem Kameraden Fredi Hänchen ein großes Dankeschön ausgesprochen.

Im November 2001 bat unser Löschzugführer Thomas Eißele um einen Nachfolger. Ab dem 01.01.2002 wurde durch Mannschaftsbeschluss Kamerad Ubm Maik Stötzel vom Stadbrandinspektor Horst Kühn zum neuen Löschzugführer ernannt.

Im Dezember 2002 wurde eine Absauganlage in der Wagenhalle durch die Fa. Blaschke, Meitingen installiert. Hier gilt es unserem Ortsvorseher Udo Siebel DANKE zu sagen, denn er hatte sich im Netpher Rat für uns stark gemacht.

Am 11. April 2003 fand die offizielle Übergabe des neuen TLF 16/25 Iveco-Magirus vor unserem Gerätehaus statt. Das Fahrzeug wurde mit musikalischen Klängen des Musikzuges Netphen vom Deuzer Bahnhof über die Albert-Irle-Str. in den Hof des Gerätehauses gebracht. Bürgermeister Rüdiger Bartsch überreichte den Schlüssel an Wehrführer Karl-Heinz Born, der Ihn an Löschzugführer Maik Stötzel weiter gab. Kreisbrandmeister Gerhard Müller gratulierte unserem Löschzug. Viele interessierte Zuschauer und Kameraden der Nachbarwehren waren an diesem denkwürdigen Tag dabei. Die Deuzer Haubergsgenossenschaft überreichte als Geschenk eine Schnittschutzhose mit 2 Helmen. Dieses Ereignis wurde mit einem Imbiss, zubereitet von den fleißigen Feuerwehrfrauen noch einige gemütliche Stunden lang gefeiert.

Unsere Jugendfeuerwehr feierte vom 15.-16. Juni 2003 ihr 25-jähriges Bestehen. Eine Großübung mit den Nachbarjugendfeuerwehren am Deuzer Bahnhof und einen Tag der offenen Tür wurden durchgeführt. Durch den Erlös konnten 2 hochwertige Mannschafts-Zelte angeschafft werden. Für die Unterstützung unserer Jugendfeuerwehr sei noch mal allen Gönnern, bzw. Sponsoren herzlich gedankt.

Im Jahr 2003 wurde in Eigenleistung ca. 30 m² Nutzfläche hinter unserem Gerätehaus neu gepflastert und 3 neue Batterieladegeräte in der Wagenhalle fest installiert. Ab dem 01.01.2004 stehen dem Löschzug erstmals 2 stellv. Löschzugführer vor. Bm Thorsten Siebel und Ubm Jens Schiller lösten Kamerad Bernd Jost, der Ende 2003 um Ersatz bat, ab.

Generationswechsel werden in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vollzogen; doch gerade in der heutigen Zeit, jugendliche Menschen zu einer aufopferungsvollen, ohne Profit behafteten Dienstleistung zu bewegen und den I D E A L I S M U S zu wecken und weiterzugeben, ist eine schwierige, verantwortungsvolle Aufgabe.

Die Leistungen wachsen mit den gestellten Anforderungen und sind nur möglich durch intensives Üben und vor allen Dingen durch kameradschaftliche Zusammenarbeit.

So wollen wir denn getreu unserem Wahlspruch

„GOTT zur EHR, dem Nächten zur Wehr

das Erbe unserer Väter fortführen.

Deuz, 15.01. 2004 Chronist: Maik Stötzel